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Lexikon der Wirkungsweisen: Was wirkt wie?

Baldrian

Der Baldrian gehört zu den Doldengewächsen und ist eine ausdauernde, bis über 1 m hohe Heilpflanze, die einen würzigen Duft verströmt. Ihr Geschmack ist bitter. Die Blütendolden sind rosa bis weiß gefärbt und stehen aufrecht, auf einem längsgefurchten Stängel.

Die Wurzeln zweijähriger Pflanzen sind am wirkstoffreichsten. Als Droge wird der Wurzelstock verwendet. Er kann bei 40 Grad getrocknet werden und auch als Pulver zum Einsatz kommen. Als Teeaufguss hat er sich auch gut bewährt und kann heiß oder kalt als Auszug angewendet werden.

Baldrian zählt zu den wichtigsten Heilpflanzen bei den unterschiedlichsten Formen von Konzentrationsschwäche und Nervosität. Nervöse Spannungszustände, mentale Erschöpfung, geistige Überarbeitung und nervliche Entgleisungen gehören alle zum Behandlungsprofil des Baldrians.

Vor Prüfungen und höheren Belastungen im Berufsleben ist der Baldriantee ein ausgezeichnetes Mittel, denn er wirkt beruhigend, doch nicht einschläfernd.

Bei nervös bedingtem Herzklopfen und Herzstolpern bringen Baldriantee oder einige Baldriantropfen schnell Erleichterung und Hilfe. Baldrian gleicht das vegetative Nervensystem aus und beseitigt sanft und ohne Nebenwirkungen unerwünschte Befindlichkeitsstörungen.

Baldrian mildert auch die nervösen Entzugserscheinungen, die sich beim Abgewöhnen des Rauchens ergeben. Über den Tag verteilt helfen 4-5 Tassen Baldriantee.

Baldrian wirkt ebenfalls harmonisierend und ausgleichend auf die Schilddrüsenfunktion. Besonders bei der Überfunktion der Schilddrüse, wenn man erregt und unausgeglichen ist.

Zur Schlafförderung kann man die Baldrianwurzel mit Hopfenzapfen mischen und als Tee trinken. Die leicht ermüdende Wirkung fördert den erholsamen Schlaf.

Als Badezusatz sollte man die Baldrianwurzel mit 2 Liter Wasser übergießen und kurz zum Kochen bringen. Zehn Minuten ziehen lassen und abseihen. Dem Badewasser zugeben. Auch fertige Baldriantropfen können dem Bad zugegeben werden. Nach einer Badedauer von ungefähr 15-20 Minuten ist man angenehm entspannt und hat die nötige Bettschwere.

Nicht zu vergessen sind die guten Eigenschaften beim Baldrian, wenn es um Verkrampfungszustände der Muskeln geht. Vorbeugend getrunken als Tee kann Baldrian mit Melisse kombiniert werden. Mit dieser Mischung übersteht man Stressphasen viel besser.

Wenn man noch im Verbund zu Baldrian und Melisse die Kräuter Pfefferminze und Kamille dazu nimmt, hilft ein solcher Tee auch bei Oberbauchbeschwerden mit krampfartigen Attacken. Magen, Darm und Gallekrämpfe lassen sich ganz gut mit dieser Mischung behandeln. Ebenso Spannungskopfschmerzen und Menstruationsbeschwerden.

Baldrian Extrakt aus den Blüten fördert auch das Bodenleben und beeinflusst Früchte, Gemüse und auch Blühpflanzen in ihrem Wachstum und in der Fruchtbarkeit. Die Ernte fällt höher aus.

Wirkstoffe: Valerensäuren, ätherisches Öl, Gerb-und Schleimstoffe, Essigsäure, Ameisensäure, Mineralien

Zusammenfassung der in der Literatur und im Internet gefundenen Wirkungsweisen vom Baldrian:

-        Schilddrüsenüberfunktion

-        Schlaflosigkeit

-        Erschöpfungszuständen, zur Beruhigung

-        Gegen Verkrampfungszuständen

-        Nervöses Herzklopfen

-        Spannungskopfschmerz


Autor: Peter Krämer - zertifizierter Ernährungsberater Ludwigshafen

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