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Lexikon der Wirkungsweisen: Was wirkt wie?

Feige

Die Feige ( Ficus ) gehört zur Gattung der Maulbeergewächse und gehört zu den ältesten Früchten überhaupt. Schon in der Bibel wird die Feige als außergewöhnliche Nutz- und Heilpflanze lobend erwähnt.

Eigentlich ist die Feige im Mittelmeergebiet zu Hause und ist die Frucht des außergewöhnlichen Paradiesbaumes. Besonders in Griechenland, der Türkei, Israel, sowie Spanien und Portugal, werden diese eindrucksvollen Blütenstände wirtschaftlich produziert.

Seit vielen Jahrhunderten werden Feigen wegen ihrer leicht abführenden Wirkung im Gesundheitsbereich angewendet. Eine wichtige Funktion haben hierbei die vielen kleinen Kernchen, die sich im Inneren der Frucht befinden. Die Hüllen der Samen sind besonders quellfähig und sondern Schleimstoffe ab, ähnlich wie Leinsamen. Der Nahrungsbrei im Darm erhält dadurch die richtige Konsistenz.

Ballast- und Quellstoffe regen die Peristaltik, d.h. die Darmbewegung an. Nützliche Darmbakterien, wie z.B. Lactobazillus gasseri und Bifidobacterium longum, bieten ein günstiges Milieu für eine gute Verdauung.

Die unverdaulichen Pflanzenfasern erhöhen das Stuhlvolumen, wodurch Verstopfung und sogar Dickdarmkrebs entgegen gewirkt wird. Eine ballaststoffreiche Kost senkt auch sehr wirksam den überhöhten Cholesterinspiegel. Herzkrankheiten haben so weniger eine Chance.

Übergewichtige und Sportmuffel, die eher Gefahr laufen, einen Herzinfarkt zu bekommen, finden in der Feige eine willkommene, natürliche Ballaststoffquelle.

Zu ihrer weiteren Heilwirkung gehört auch die Blutdrucksenkung. Der Fructosegehalt von Feigen ist ein wahrer Jungbrunnen als Gehirnnahrung. Außerdem enthalten sie reichlich Vitamine, wie z.B. A, B,C und viele Mineralien und Spurenelemente. U.a. Calcium, Magnesium, Eisen, Zink und Kalium. Um die Eisenaufnahme zu erhöhen, sollte man dazu Vitamin C verzehren ( Orange, Zitrone, Pampelmuse).

Das Knochen aufbauende Calcium wirkt der Osteoporose entgegen und ist besonders für  junge Leute empfehlenswert, da sie noch in der Aufbauphase sind. Wenn während der Wachstumsphase nicht genügend Calcium zugeführt wird, erhöht sich das Risiko für spätere Knochenbrüche und Osteoporose.

Wenn es um die Beschleunigung der Wundheilung geht, soll ein Pflaster von gepressten Feigen gute Dienste leisten. Aufgrund ihrer Gerbstoffe und B-Vitamine ist das wohl einleuchtend. Der Breiumschlag wird in ein Leinentuch eingewickelt und auf die wunde Stelle gelegt. Dann mit Stofftüchern am Körper abdecken.

Als Trockenobst ist die Feige besonders im Winter eine effiziente Zucker- und Energiequelle; ein Gesundheitsbrunnen mit hohem Nährwert. Sie ist besser verträglich und wird besser ausgewertet, wenn sie über Nacht in gutes Wasser eingeweicht wird.


Autor: Peter Krämer - zertifizierter Ernährungsberater Ludwigshafen

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