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Lexikon der Wirkungsweisen: Was wirkt wie?

Hyaluronsäure

Hyaluronsäure ist eine Kette aus Zuckermolekülen. Und Zucker kann Wasser binden. Z.B. im Bindegewebe. Durch diese Feuchtigkeitsbewahrung ist Hyaluron ein wahrer Beautybooster.

Man unterscheidet niedrig-und hochmolekulares Hyaluron. Niedrigmolekulare Hyaluronteilchen sind so klein, dass sie von der Haut und vom Körper gut aufgenommen werden können.

In der Kosmetik ist das vor allem deshalb von Vorteil, weil die Hautschichten sehr unterschiedlich sind. In den unteren Hautstrukturen oder Schichten befinden sich kleinste Poren, die mit Feuchtigkeit aufgefüllt werden können, durch die kleinen Molekularstrukturen der Hyaluronsäure. Je kleiner, desto mehr Tiefenwirkung wird erreicht.

Der Tiefeneffekt ist allerdings nicht nur in der Haut erwünscht. Ebenso spielt Hyaluronsäure auch in unseren Gelenken eine wichtige Rolle.

Als natürlicher Baustein des Knorpelgrundgerüstes und der Gelenkflüssigkeit ( Synovia ) sorgt sie dafür, dass unsere Bewegungen  „ wie geschmiert „ ablaufen.

Wird mit der Zeit zu wenig Hyaluron gebildet, nimmt die Pufferwirkung der Gelenkschmiere ab. Unsere Knorpel reiben aufeinander, nutzen sich stetig ab und lassen unsere Bewegungen auf oft schmerzhafte Weise, einschränken.

Bisher wurde Hyaluron vom Arzt direkt gespritzt, jetzt gibt es aber die Möglichkeit, spezielle Knorpel-Kapseln zu schlucken. Die in der Kapsel verpackten Hyaluronteilchen können während der Verdauung ganz einfach vom Körper aufgenommen werden und über den Blutkreislauf bis in die Gelenke und Knorpel geleitet werden.

Der Gallertkern der Bandscheiben, der ein großes Körpergewicht tragen muss, trocknet im Alter leicht aus. Durch Hyaluron wird dem Gallertkern Feuchtigkeit zugeführt, bis in die untersten Bereiche. So bleiben die Bandscheiben länger beweglich und belastbar.

Ähnlich ist es bei dem Kniegelenk, wenn starker Druck ausgeübt wird und die Belastbarkeitsgrenze erreicht ist. Hyaluron verringert die Reibung durch die Scherkräfte und entlastet die Beinarbeit beim Gehen oder Laufen.

Auch die Körperzellen nutzen Hyaluron, um die Zellzwischenwände mit Feuchtigkeit zu versorgen. Auch innerhalb der Zelle wird für genügend Wasserbindung gesorgt, damit die Zellorganellen, also die Zellorgane, gut arbeiten können und nicht austrocknen.

Bei Multipler Sklerose erforscht man gerade, inwieweit Hyaluron für den Wiederaufbau der Markscheiden eingesetzt werden kann.

Bei chronischen Lungenerkrankungen untersucht man ebenfalls den Einsatz von Hyaluronsäure und verspricht sich einiges davon.

Hyaluron wird bei Nasensprays gern eingesetzt, um das Austrocknen der Nasenschleimhäute zu verhindern.

Auch in Augentropfen finden wir Hyaluron. Es sorgt für einen langanhaltenden Tränenfilm, um das Austrocknen der Augen abzuwehren.

Auch als Reinigungs-und Pflegelösung für Kontaktlinsen findet Hyaluron Verwendung.

Gegen Faltenbildung wird ebenfalls Hyaluron eingesetzt. Die Haut wird straffer und verliert an Mattigkeit.

Zusammenfassung der in der Literatur und im Internet gefundenen Wirkungsweisen von Hyaluron:

-        Straffung des Bindegewebes

-        Schleimhäute in Hals und Nase

-        Knorpel-und Gelenkversorgung

-        Feuchtigkeitsschutz ( z.B. in der Zelltätigkeit )


Autor: Peter Krämer - zertifizierter Ernährungsberater Ludwigshafen

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