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Lexikon der Wirkungsweisen: Was wirkt wie?

Ingwer

Der Ingwer ( Zingiber officinale Roscoe )gehört zur Familie der Ingwergewächse und ist eine Staude, die in den Tropen weit verbreitet ist.

Verwendet werden die unterirdischen Teile. Es ist nicht die Wurzel, sondern das sogenannte Rhizom; eine unterirdische Sprossachse, mit einigen kleineren Seitenwurzeln.

Dieser verzweigte Rhizom enthält harzige Verbindungen, kombiniert mit ätherischen Ölen.

Sein Frische-Geschmack ist aromatisch, mit einer angenehmen zitronigen Würze, die für eine entsprechende Schärfe sorgt. Frisch geraspelt verleiht er vielen Gerichten das gewisse Etwas.

Der Ingwer dient in der chinesisch-indischen Medizin, aber auch in der westlichen Gesundheitswelt als anerkannte Heilpflanze. Auch als Lebensmittel wird der Ingwer gern als exotische und pikante Note gesetzt. Er würzt nicht nur kräftig, sondern regt auch den Appetit an.

Seine vielen Inhaltsstoffe decken fast die gesamte Palette von der Naturheilkunde ab. In der Pflanzenheilkunde rangiert der Ingwer in den oberen Bereichen, was seinen hohen Stellenwert anbelangt.

Der Ingwer reguliert die Balance zwischen kühlender Yin-Energie und erwärmender Yang-Energie.

Die Hauptwirkstoffe sind Gingerole und Curcumen. Dadurch wird auch das „innere Feuer„ angeregt und intensiviert. So werden überschießende Entzündungsprozesse abgemildert und deutlich reduziert. Gelenk-und Bindegewebsentzündungen verlieren ihre Häufigkeit.

Auch entzündete Magen-und Darmschleimhäute erfahren eine beruhigende Wirkung. Verdauungsstörungen werden so eingegrenzt.

Bei Durchfallbeschwerden hat der Ingwer eine reinigende Wirkung auf den Darm. Er hilft, Gift-und Abfallstoffe zu entsorgen. Dadurch können sich Magen und Darm wieder entspannen und werden besser durchblutet.

Ingwer hilft als bewährtes Mittel bei allen Reisekrankheiten; so auch bei Schwindel und Erbrechen. Schwangerschaftsübelkeit, nach der Chemotherapie und Narkose – auch hier wurden zufriedenstellende Ergebnisse erzielt.

Gingerole hemmen die Verklumpung von Blutplättchen und verringern dadurch die Gefahr von Gefäßverschlüssen, Arteriosklerose, Thrombosen und Schlaganfällen.

Warme Kompressen mit Ingwer  können auch Krämpfe im Bauchbereich lösen, Gelenksteifheit lindern und Kopfschmerzen reduzieren und auflösen.

Vorsicht: Bei Gallensteinen, Magengeschwüren, Blutgerinnungshemmern, Schwangerschaft, Stillzeit und bei Kindern unter 6 Jahren, sollte man mit seinem Hausarzt Rücksprache nehmen.

Auch bei Erkältungen und grippalen Infekten ist der Ingwer heilkundlich angezeigt.


Autor: Peter Krämer - zertifizierter Ernährungsberater Ludwigshafen

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