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Lexikon der Wirkungsweisen: Was wirkt wie?

Johanniskraut

Das Johanniskraut gehört zu den Hartheugewächsen und wird bis zu 1 m hoch. Auffällig ist der zweikantige Stängel und die gelben Blüten, die sich beim Zerreiben rot färben. Blüten und Blätter lassen bei Gegenlicht Perforationen erkennen, die auf die zahlreichen Öldrüsen hinweisen.

Johanniskrautöl ist auch als Rotöl bekannt und wird aus den Blüten gewonnen, durch den Farbstoff Hyperizin. Das Hyperizin verleiht dem Öl stark erwärmende und die Durchblutung fördernde Eigenschaften.

Johanniskraut soll die besten Heilkräfte zur Sommersonnenwende, dem Johannistag (24. Juni ) , besitzen. Zu diesem Zeitpunkt steht es in voller Blüte und hat viel Sonnenenergie gespeichert.

In der Naturheilkunde und Volksmedizin wird Johanniskraut auch als „ Arnika der Nerven „ bezeichnet, denn es enthält Inhaltsstoffe, die eine milde, antidepressive Wirkung haben, indem sie die gute Laune und Konzentration des Glückshormons Serotonin beeinflussen. Serotonin ist für mehr Wohlbehagen und Tiefschlaf von Bedeutung.

Johanniskraut Tee entspannt vorzüglich und beruhigt die angespannten und manchmal auch angegriffenen Nerven, ohne abhängig zu machen. Auch unerwünschte Nebenwirkungen sind nicht bekannt.

Allerdings sollte man bei Anwendung von Johanniskraut Sonnenbäder vermeiden, denn Hyperizin macht die Haut lichtempfindlich. Dadurch kann bei UV-Bestrahlung ein Lichtekzem mit Hautentzündungen und Bläschen entstehen.

Verschiedene Flavonoide und ätherische Öle helfen gegen entzündliche Prozesse und lindern Schmerzen.

Der Tee kann somit auch als Auflage oder Bandage bei Entzündungen, Wunden und Neuralgien  eingesetzt werden.

Hyperizin wirkt auch bei Angstzuständen, wie z.B. bei Schul-oder Berufsprüfungen stimmungsaufhellend und stabilisierend. Über die Zirbeldrüse wird auch der Wach-und Schlaf-Rhythmus harmonisiert.

Auch bei Verstimmungen im Klimakterium  ist es wirksam. Die Pflanze hilft gegen anfängliche Depressionen und bei nervöser Unruhe.

Bei prämenstruellem Syndrom leiden viele Frauen vor dem Einsetzen der Regelblutung unter Kopfschmerzen, Nervosität, Wassereinlagerungen im Gewebe, Unterleibskrämpfen und Verstimmungen. Nach regelmäßiger Teeeinnahme lassen die Beschwerden nach.

Johanniskrautöl kann sowohl äußerlich wie auch innerlich angewendet werden. Äußerlich für Einreibungen bei rheumatischen Beschwerden, Blutergüssen, Verstauchungen, Quetschungen, Prellungen und anderen Verletzungen, die mit Schmerzen verbunden sind.

Bei Magen und Darmbeschwerden kann man 2-3 mal täglich 1 EL Johanniskrautöl einnehmen. Vor dem Frühstück und abends nach dem Essen.

Insektenstiche mehrmals täglich mit Johanniskrautöl betupfen. Dadurch wird die Wunde gereinigt und desinfiziert. Außerdem lindert es den Juckreiz.

Wirkstoffe: Farbstoff Hyperizin, ätherisches Öl, Flavonoide, Gerbstoffe, Saponine

Zusammenfassung der in der Literatur  und im Internet gefundenen Wirkungsweisen von Johanniskrautöl:

-        Desinfektion von Wunden

-        Rheumatische Beschwerden

-        Prämenstruellem Syndrom

-        Muskelschmerzen

-        Depressiven Verstimmungen

-        Magen-Darm-Katarrhen

-        Wundheilmittel bei Verbrennungen


Autor: Peter Krämer - zertifizierter Ernährungsberater Ludwigshafen

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