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Lexikon der Wirkungsweisen: Was wirkt wie?

Nachtkerze / Nachtkerzenöl

Die Nachtkerze war ursprünglich in Nordamerika beheimatet und kam im 16. Jahrhundert nach Europa. Das Nachtkerzengewächs kann bis zu 1,50 m hoch werden. Die großen gelben Blüten blühen nur für 1-2 Nächte, dafür aber umso intensiver. Dann öffnen sich die strahlendgelben Blüten und verströmen einen angenehmen, süßlichen Geruch, der auch viele Nachtfalter anlockt.

In Notzeiten dienten die Wurzeln als Gemüseersatz. Der Geschmack der Wurzeln wird als schinkenähnlich empfunden. Geruch und Geschmack der Samen und des Öls sind in etwa dem Mohn ähnlich.

Erst die moderne Pflanzenheilkunde erkannte, dass man aus den Samen ein wertvolles Öl zubereiten kann. Es gehört zu den wertvollsten Samen Ölen, die man kennt. Es enthält für den gestressten Menschen günstige Fettsäuren, wie z.B. Linolsäure und Gamma-Linolensäure. Die Linolsäure ist für uns Menschen lebenswichtig und muss über die Nahrung zugeführt werden.

Neurodermitis und deren Symptome, wie Hautjucken, Rötung bis hin zu schmerzhaften Entzündungen, ferner Hautschuppen, werden vom Nachtkerzenöl positiv beeinflusst.

 Bei schlechtem Hautbild, verstopften Hautporen und Störungen in der Talkabsonderung (Akne), hilft eine Kur mit Nachtkerzenöl. Durch Prostaglandine wird die Durchblutung angeregt. Dadurch steigert sich die Feuchtigkeitsspeicherung und das Wachstum neuer Hautzellen wird angeregt.

Das aus Gamma-Linolensäure gebildete Prostaglandin E reguliert die Absonderung von Magensaft. Bei funktionellen Verdauungsstörungen vermag Nachtkerzenöl sehr hilfreich zu sein.

Prostaglandin E greift u.a. in viele organische Prozesse ein. So wirkt es auch bei der Reizübermittlung im Nervensystem und kann auch Gewebeschäden verhindern. Blutgefäße werden erweitert und verhindern das Verklumpen von Blutplättchen.

Nachtkerzenöl hilft auch bei vielen Symptomen des Prämenstruellen Syndroms. Begleiterscheinungen, wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen werden so gelindert. Wenn das Öl vor der Regel genommen wird, lassen auch Brust-und Rückenschmerzen nach.

Auch für Waschungen und Auflagen kann man das Nachtkerzenkraut kochen, sieden und abseihen lassen. Es hat einen wohltuenden Einfluss auf den gesamten Körperhaushalt.

Innerlich und äußerlich angewandt wirkt die Nachtkerze auch entkrampfend und beruhigend auf Körper, Seele und Geist. Nachtkerzenöl in speziellen Rezepturen stellt ein vorzügliches Heilöl auch für die Seele dar.

Die grünen Pflanzenteile werden in der Volksmedizin gern für Wechseljahrbeschwerden eingesetzt.

Die Wirkstoffe der Nachtkerze helfen bei Husten, Heiserkeit, Bronchitis und Rachenbeschwerden.

Auch im Magen-Darm Bereich wurden schon zufriedene Ergebnisse erzielt.

Wirkstoffe: Linolsäure, Gamma-Linolensäure, Ölsäure, Mineralien und Spurenelemente

Zusammenfassung der in der Literatur und im Internet gefundenen Wirkungsweisen von der Nachtkerze/Nachtkerzenöl:

-        Entzündungshemmend, krampflösend

-        Magen-Darm

-        Bronchien

-        Neurodermitis

-        Allergien

-        Wechseljahrbeschwerden

-        Prämenstruelles Syndrom

-        Herz-Kreislauf


Autor: Peter Krämer - zertifizierter Ernährungsberater Ludwigshafen

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